Master Konzeptionelles Entwerfen


IRGE + IGMA

Über / About


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Konzeptionelles Entwerfen besteht auf Architektur als Disziplin, nicht als Profession; Es bezieht sich auf verschiedene Ideen, Formen, Räume, Medien, Texte und Kontexte, bestimmt sich aber aus der Architektur. Genauer: Es bestimmt sich aus dem oder gegen das, was in der Vergangenheit und bis heute als Architektur gültig gewesen ist. Konzeptionelles Entwerfen operiert und manipuliert an der Grenze von dem, was als Architektur betrachtet wird. Es untersucht geschichtliche und aktuelle Diskurse und Medien, und es findet Formen, ohne die es Konzepte nicht geben kann. Diese Formen können Raum, Prozess, Forschung, Programm, Ereignis, Text, Analyse, Bild oder Dokument sein; Architektur hat sich erst durch die Öffnung ihrer Formen und Medien (zuerst Texte und Zeichnungen) zur Disziplin geschlossen. Darin ist sie künstlerisch.

In diesem Sinn heißt konzeptionell: von kulturell, sozial, politisch und technologisch konditionierten Ideen auszugehen, diese jedoch architektonisch zu formulieren—in adäquaten Medien und Formen. Sie müssen Austausch und Diskurs, auch über Disziplingrenzen hinweg ermöglichen. Nur so kann Architektur ein zeitgemäßes, kulturelles und kritisches Feld sein.

Konkret möchten wir, gemeinsam mit unseren Studierenden, an folgenden Fragen arbeiten: Wie kann eine architektonische Idee Form annehmen, in Räumen, Objekten, Grafiken, Texten oder Prozessen? Welche Bedeutung generiert diese, für wen? Was bedeuten das Öffentliche und das Öffentlich-Machen? Wie ist Teilhabe möglich? Und: wo positioniere ich mich als Architektin?
Zusammen mit Gästen entwickeln wir Veranstaltungen zu konzeptbasierten Methoden und entwurfsrelevanten Themen. Wir geben Projekte aus, die zwar konkrete Aufgaben formulieren, jedoch keine Formate vorgeben. Wir bereiten Seminare vor, die keinen Unterschied zwischen architektonischer Theorie und Praxis machen, und wir geben Workshops in verschiedenen (digitalen) Medien. In Ausstellungen treten wir in den Diskurs mit verschiedenen Öffentlichkeiten.
Text: Mona Mahall
 
About

Conceptual design insists on a disciplinary, not a professional, idea of architecture; it relies on diverse ideas, forms, spaces, media, texts, and contexts, yet it defines itself out of architecture. More precisely: it defines itself out of or against what has been considered architecture in the past and present. Conceptual design acts and operates on the boundary of what is regarded as architecture. It explores historical and recent discourse and media; it finds forms, as concepts cannot exist without forms. These forms can be space, process, research, program, event, text, analysis, image, or document; architecture has established itself as a discipline, only through opening up its forms and media (at first texts and drawings). Therein it is artistic.

In this sense, conceptual means to start from culturally, socially, politically and technologically determined ideas, yet to frame them architecturally—in adequate media and forms. These have to enable exchange and discourse also across disciplinary borders. Only then architecture can be a contemporary, cultural, and critical field.

With our students we want to work on following questions: How can architectural ideas be translated into forms, spaces, objects, graphics, texts, or processes? What do they mean, to whom? What is described by public and making public? How is participation possible? And: How do I position myself as an architect?
Together with guests and students, we develop courses and events dealing with conceptual methods and design-relevant topics. We offer projects that define specific tasks but no formats. We prepare seminars that make no distinction between architectural theory and practice, and we run workshops in different (digital) media. Exhibitions will help us communicate with diverse publics and audiences.
Text: Mona Mahall