Master Konzeptionelles Entwerfen


IRGE + IGMA

May 7, 2016

WS 2015/2016 MASTERTHESIS IDYLLE


IDYLLE —

by Julia Zumkeller

Die Idylle ist etwas Bildhaftes. Seit ihrer Formulierung in der Antike, als ein abgeschlossenes, eigenständiges Gedicht oder Bild, zieht sich dieser Verdacht bis in die heutige Zeit. Die Idylle rahmt, verklärt und idealisiert einen vom Menschen gestalteten, beschaulich-friedlichen Naturzustand. Sie ist nicht die unberechenbare Naturgewalt, sondern das ungefährliche Abbild einer ästhetisierten Natürlichkeit. Um diesen Abstand zur realen Natur zu schaffen, werden Idyllen immer innerhalb einer Art Begrenzung generiert, erklärt und beschrieben. Nur, wenn der Mensch sich geborgen fühlt, kann er das volle Glück und die volle Schönheit der Natur als ästhetisch und idyllisch wahrnehmen.

Vier Idyllen-Architekturen zeigen die subjektive Varianz des als idyllisch Wahrnehmbaren in Form einer Ausblicksarchitektur. Jeweils ein als idyllisch identifiziertes Bild wird anhand räumlicher, atmosphärischer und inhaltlicher Aspekte in eine das Bild als Ausblick rahmende Architektur übertragen. Die Aussichtstürme des 20. Jahrhunderts, Follies vom englischen Landschaftsgarten bis hin zu Tschumis Parc de la Villette, anonyme Industrie-Architektur, sowie der architektonische Kulissenbau verschmelzen sowohl strukturell, als auch inhaltlich. Die Idyllen sind eine Serie von Architekturen, die als Modell im Maßstab 1:50, sowie als Skulptur im Maßstab 1:1 verstanden werden.

A6_karte_felsentor-1

A6_karte_luftschloss-1

A6_karte_rollrasen-1

A6_karte_wasserbecken-1

 

 

 

_ANSICHT1

_ANSICHT2

_AXO_FELSEN_AXO_LA_AXO_POOL_AXO_BERGII

 

_BLICK_FELSEN

_BLICK_LA

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_BLICK_BERG

 

 

1_präsentation

2_präsentation

3_präsentation

17_modell

 

 

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